Postira


Lage von Postira

Allgemeines zu Postira

Postira Die Künstlerdichte von Postira ist beeindruckend. Der kroatische Dichterfürst Vladimir Nazor stammt von hier, ebenso wie sein Kollege Ivan Ivanisevic und die Bildhauer Pavao Gospodnetic und Nikola Lazanic sowie zahlreiche weitere kreative doch meist relativ unbekannt gebliebene Menschen. Es muss an dem Ort selbst liegen, dass seine Einwohner so leicht Inspiration finden. Die Musen scheinen sich hier auf der Insel Brac in Sichtweite zum Festland und umgeben von tiefblauem Meer und grünweißen Hängen wohl zu fühlen. In den Gassen zwischen den Olivenhainen und Kalkfelsen, dem Hafenbecken und den Strandbuchten lustwandeln sie, hinterlassen ihre Spuren und küssen nicht gerade selten auch die Besucher. Besonders aktiv sind die Musen in den Sommermonaten. Denn dann findet das renommierte Festival Postirsko ljeto statt, das von Juni bis August traditionelle Künste aus allen Bereichen präsentiert und feiert. Die 1500 Einwohner verwöhnen die Gäste mit Delikatessen, begeistern sie mit landestypischen Tänzen und bieten ihr Kunsthandwerk zum Kauf an. Den Rest des Jahres über verlagert sich die Geschäftswelt vom Land aufs Meer denn der Großteil der Bewohner der Nordküste Bracs ist in der Fischindustrie tätig. Die frisch gefangenen oder nach Großmutters Rezepten veredelten Sardinen sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen!

Anreise nach Postira

Die Insel Brac erreichen Sie mit dem Auto am leichtesten über die Fähren aus Split und Makarska die während der Hauptsaison so oft wie möglich zwischen dem Festland und den Onselorten Supetar und Sumartin pendeln. Für 14 Euro pro Auto und 3 Euro pro Person setzen Sie bequem über und genießen gleichzeitig die Aussicht auf die Küste Dalmatiens.
Wer ohne eigenen Wagen unterwegs ist kann ebenfalls mit den Fähren auf die Insel gelangen. Von den Fährorten aus fahren regelmäßig Busse in alle Inselorte. Die Fahrpläne können je nach Saison und Jahr variieren aber an den Informationsständen an denen Sie auch Ihr Fährticket kaufen kann man Ihnen sicherlich aktuelle Auskünfte geben.
Segelfans und Yachtbesitzern fällt die Anreise nach Postira wohl am leichtesten: Sie können bequem an der Molde festmachen und stehen lediglich jeden Tag erneut vor der schweren Entscheidung, ob sie Ort und Insel lieber vom Wasser auf oder auf dem Landweg erkunden wollen.

Geschichte zu Postira

Auch in Postira haben es sich die alten Römer nicht nehmen lassen, Spuren erster Besiedlung zu hinterlassen. Anschließend ließen sich im 11. Jahrhundert Benediktinermönche ganz in der Nähe in einem Kloster nieder, was die Gegend zu einem beliebten Aufenthaltsort des Klerus machte. Bis allerdings der Ort selbst unter seinem heutigen Namen erwähnt wurde, dauerte es bis ins Jahr 1347. Damals hatten sich Flüchtlinge vom Festland auf die Insel gerettet. Die kleine Pfarrkirche wurde errichtet und musste in politisch unruhigen Zeiten nicht nur als Gotteshaus sondern auch als Wehrschloss herhalten. Um sie herum schlängelten sich nach und nach immer mehr Gassen die Hänge hinauf in die Wein- und Olivengärten oder zur See hinab wo die bunten Boote der Fischer schaukelten. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft und Seefahrt wurde Postira mehr und mehr von einem abgeschiedenen Dorf zu dem lebhaften und herzlichen Reise-Geheimtipp von heute.

Sehenswürdigkeiten in Postira

Lovrecina-Bucht

Im Osten Postiras befindet sich die malerischste Bucht der Region, die Lovrecina. Gottes Schönheit ist hier so allgegenwärtig, dass dieser Ort im 5. Jahrhundert auserwählt wurde, Standort einer kleinen dreischiffigen Basilika zu sein, obwohl keine Ortschaft in der Nähe war. Die Gläubigen wanderten zu den Gottesdiensten her und fühlten sich mit jedem Schritt der Gnade und Herrlichkeit Gottes gewisser - so paradiesisch ist die Landschaft rings um die immer noch aktive Süßwasserquelle hier. Im 11. Jahrhundert ließen sich Benediktinermönche hier in einem Kloster nieder, dessen Ruinen ebenfalls heute noch besichtigt werden können. Wer aufmerksam ist und die Gegend gewissenhaft abläuft kann auch Überreste eines römischen Wirtschaftsbaus und den Verlauf einer alten Deichanlage ausmachen.

Renaissancepalast

Auch ohne Vladimir Nazor, der 1876 hier geboren wurde, wäre der Renaissancepalast ein beeindruckendes Gebäude: Direkt am Hafen gelegen mit kunstvollen Gravuren an der Südseite und nun eben auch noch einem Nazor-Denkmal davor ist es nicht zu übersehen. Es zeugt vom Reichtum und Stil Postiras im 19. Jahrhundert. Der berühmteste Bewohner dieses Bauwerks wuchst in dem Städtchen zum Dichter, Partisan und Politiker heran, beschrieb seinen Geburtsort immer aufs liebevollste und lobte vor allem die Farbenpracht der Natur. 1949 starb Vladimir Nazor, aber der Renaissancepalast strahlt weiter in erhabener Schönheit.

Pfarrkirche

Die Dorfkirche wurde im 16. Jahrhundert zu Ehren Johannes des Täufers errichtet. Sie bildet den Ursprung und das Herz der kleinen Ortschaft, diente sie doch nicht nur dem geistigen sondern in Kriegszeiten auch dem körperlichen Wohlbefinden der Bevölkerung wie die immer noch präsenten Schießscharten an der Apsida eindrucksvoll zeigen. Die Kirche wurde auf dem Fundament eines frühchristlichen Gotteshauses errietet und im Jahr 1873 vollständig restauriert. Sie ist von weither an Ihrer exponierten Lage im Dorf zu erkennen und der Kirchturm überragt alle anderen Gebäude um Längen. Zwischen Zitrusfrüchten, Palmen und Oleander spendet sie den meisten Schatten und ist wohl auch deshalb einer der beliebtesten Treffpunkte der Dorfbewohner.

Sport und Freizeit in Postira

Dafür, dass Postira auf den ersten Blick in eine Handtasche zu passen scheint verfügt der Ort über ein breites Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten. Neben regelmäßigen Ausflügen über ganz Brac und zu den Nachbarinseln kann man auch ohne Termindruck aktiv werden: Wanderwege und Radwege gehen quasi von jeder Unterkunft direkt ab und in unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere Buchten die Erfrischung und Badefreuden bieten. Nicht nur Botaniker finden im Hinterland mit seinen Kräuterbewachsenen Hängen und den uralten Weinreben sehenswertes - jede Aussicht ist gleich noch mal so schön, wenn man sie nach einem herausfordernden Spaziergang genießt!
Wer lieber zu Hause bleibt kann in Postira Boccia spielen, seine Tenniskünste verbessern, oder beim Basketball punkten. Darüber hinaus bieten sich natürlich all die üblichen Wassersportarten vom Segeln über Paddeln und Schnorcheln bis zum Schwimmen an. Viel Vergnügen!

Fotogalerie zu Postira

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