Vrboska


Lage von Vrboska

Allgemeines zu Vrboska

Auch über Kroatiens Grenzen hinaus ist der 500-Personen-Ort für seine unwiderstehlichen Fischmarinaden und die eingelegten Sardellen berühmt. Aber auch abgesehen vom kulinarischen gibt es hier viel zu genießen: Die malerischen Brücken, die über den Meerarm führen lassen fast ein Venedig-Gefühl aufkeimen, die Kirche Sv. Lovro bietet eine kostbare Kunstsammlung und mit dem Fischereimuseum betont Vbroska noch einmal seine absolute Stärke.

Geschichte zu Vrboska

Vrboska wurde im 15. Jahrhundert von fleißigen und friedliebenden Fischern gegründet. Man fuhr zur See, brachte - hoffentlich - einen guten Fang mit zurück und verkaufte die frische Ware auf dem Markt. Doch der ansässige Reeder und Volksführer Matija Ivanic nutzte seinen Einfluss und seine Macht (Immerhin hatte er die Hafenanlage erbauen lassen) und rief zum Volksaufstand.
Viele der gotischen Häuser wurden angezündet, manche eingerissen. Und nach dem Angriff der Türken im Jahre 1571 stand kaum noch ein Stein auf dem anderen. Die Dorfbewohner zogen in Windeseile die öd-grauen Mauern der Festungskirche empor um sich dahinter gegen neue Angreifer zu verschanzen. Doch es folgten zum Glück ruhigere Zeiten. Und so bauten die Fischer ihre Häuser wieder auf, fuhren zur See, brachten viel frischen Fisch mit nach Hause, gründeten eine Fischfabrik und wurden für ihre Sardellen berühmt.

Sehenswürdigkeiten

Fischereimuseum

Hier erfahren Sie alles über die harte Arbeit der Fischer, die richtige Ausrüstung und mit welchem Fang man vor Kroatiens Küsten überhaupt rechnen kann. Danach drängt sich ein Mittag- oder Abendessen mit reichlich Sardellen förmlich auf.

Festungskirche

Von außen so schmucklos wie möglich ist auch der Innenraum der Kirche absolut funktional: wegen der hohen Feuchtigkeit wurden kostbare Bilder ausgelagert, nur die Grabtafeln zeugen von künstlerischen Fertigkeiten. Dennoch stellt die Kirche eben dadurch ihren rustikalen Charme unter Beweis, als wüsste sie, dass sie die einzige erhaltene Wehrkirche der ganzen Adria ist. Und wer das nicht glaub, kann ja auf den Aussichtsturm steigen und kilometerweit schauen, ob er noch eine andere sieht

Pfarrkirche

Die im 15. Jahrhundert erbaute Kirche wirkt "jünger", da sie im 17. Jahrhundert nach dem damals vorherrschenden Geschmack verschönert, also "barockisiert" wurde. Aber für die Architektur haben nur wenige Besucher einen Blick übrig, da im Inneren wahre Schätze stehen und hängen: Bilder der venezianischen Schule, das angeblich von Tizian stammende Triptychon am Hauptalter, Gemälde lokaler Künstler und Werke von Steinmetzen, Schmieden und Bildhauern.

Insidertipps

Wenn Sie am Hafen ein Glas Wein trinken oder einfach nur die Yachten begutachten möchten, sehen Sie sich auch die Häuserfassaden genauer an: Die schwarzen Ruß- und Feuerspuren sind nämlich tatsächlich letzte Überreste des Volksaufstandes von 1510-1514.