Sehenswürdigkeiten in Split


Sehenswürdigkeiten in Split

Palast des Kaisers Diokletians Diokletianpalast

Seit seiner Fertigstellung 305 n. Chr. bis heute befestigen die trapezförmigen Grundmauern des Diokletianpalastes ein Gelände von 40.000 Quadratmetern. Die frühen Baumeister leisteten vorzügliche Arbeit: Noch heute sind die Kellerräume vollständig erhalten und für Besucher geöffnet. Insgesamt gilt diese Mischung aus Villa und Festung als das besterhaltene Bauwerk seiner Epoche in ganz Kroatien.

Heute wird der Palast als Kulturforum für wechselnde Ausstellungen, Schauspiele, Konzerte und als Museum genutzt. In diesem können Sie anhand von Farbzeichnungen und Gipsmodellen die Geschichte des Palastes und seiner Stadt nacherleben und die mit Marmor und Alabaster verkleideten Gemächer des Kaisers besichtigen.

Und auf der Nordseite des Diokletianpalastes steht die 8m hohe Statue des Bischofs Gregor von Nin. Seit sie 1929 von dem Bildhauer Ivan Metrovic erschaffen wurde, berühren die Menschen den blank polierten großen Zeh - denn das bringt der Legende nach Glück!

Seetor

Die Stadtmauer ist auf allen vier Seiten von einem Tor unterbrochen, drei Richtung Land, eins Richtung See. Die Landtore nennt man Goldtor, Silbertor und Eisentor, das Seetor trägt, passend zu dieser Reihe den Namen Kupfertor.

Es wurde in die Mauer eingebaut um dem Kaiser und seinen engsten Vertrauten im Falle eins Krieges die schnelle Flucht über das Meer zu ermöglichen. Daher findet sich auch heute noch die historische Galeeren-Anlegestelle direkt am Kupfertor. Aber hätte Diokletian gleichzeitig auf einen Angriff von Land und einem vom Meer aus reagieren müssen, wäre er in die unterirdischen Gänge geflohen, die Seetor und Peristyl verbinden.

Die Katakomben des Palastes Katakomben

Noch heute können die Katakomben am Ende der unterirdischen Gänge besichtigt werden. Allerdings erwartet Sie dort unten nicht die authentische Moderigkeit und Fäule der alten Zeit sondern ein auf Touristenbedürfnisse abgestimmter Ramschmarkt. So werden Sie statt Ratten und Spinnen lediglich die elektrische Beleuchtung und wahrscheinlich hunderte Ansichtskarten vom Palast sehen.

Es lohnt sich für alle, die die Baukunst der alten Architekten am eigenen Leib erfahren möchten. Denn immerhin wird die Decke mit den Gebäuden darüber seit nunmehr 1700 Jahren von den selben Wänden gestützt!

Peristyl

Der Säulenhof lädt zum Verweilen ein. Im Schatten der alten Marmorsäulen oder in der Sonne an Bistrotischen können Sie wunderbar all das bisher gesehene und erlebte Revue passieren lassen - und dabei noch mehr sehen. Schließlich sitzen Sie zwischen den selben Säulen, zwischen denen Kaiser Diokletian einst Freunde, Verbündete und Widersacher empfing. Und wenn Sie Abends auf diesem Platz sitzen, kann es sein, dass Ihnen sogar Diokletian begegnet: Ein Schauspieler erscheint allabendlich in Caesaranrobe auf dem Balkon des Palastes um die im Peristyl stattfindenden Theater- oder Konzertabende zu einem noch unvergesslicheren Erlebnis werden zu lassen.

Sv. Duje in Split Sv. Duje

Die älteste Kathedrale des Ortes ist das ehemalige Mausoleum des Kaisers. Eine echte ägyptische Sphinx bewacht am Portal die Schätze im Inneren des Gebäudes. Der achteckige Grundriss mit seinen vierundzwanzig überdachten Säulen aus verschiedenen Steinen überrascht durch einen runden Innenraum, der mit 28 Motiven aus dem Leben Jesu Christi geschmückt ist.

Der enorme ehemalige Reichtum des Bistums Split wird durch Altäre, Kanzeln, Statuen und Bilder - darunter auch ein Portrait Diolektians und seiner Frau Priska - bewiesen.

In der Schatzkammer neben der Sakristei werden Sie über die filigranen Goldschmiedearbeiten und die reich bestickten Messgewänder aus Romanik, Gotik und Barock staunen. Außerdem wird hier auch die älteste Handschrift Kroatiens, ein Evangelistar ausgestellt.

Jupitertempel

Zu heidnischer Zeit wurde westlich des Peristyls der Jupitertempel mit seiner kunstvollen Deckengestaltung errichtet. Er scheint wie ein Wachhund vor dem üppigen Mausoleum des Kaisers zu liegen, so dass die beiden Eingangspforten einander zugewandt sind. Doch im Zuge der Urbanisierung Splits wurde dieser Tempel zur kleinen Taufkapelle umdekoriert und heißt seither auch Sv. Ivan (Hl. Johannes) Kapelle. Neben dem Deckengemälde sind auch das Taufbecken aus dem zwölften Jahrhundert und die moderne Kunst im Altarraum sehenswert.

Der Stadtpark in Split Stadtpark

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wollten die Bewohner Splits eine Art "grüne Lunge" in ihre Stadt integrieren. Also wurde die Halbinsel Marjan zum Park mit vielen gepflegten Grünflächen, schönen Wanderwegen und "Trimm dich"-Pfaden, einem sehr empfehlenswerten Museum über das Mittelalter in Dalmatien und einem Zoo.

Zum 178m hohen Gipfel des Hügels Telegrin braucht man vom Stadtzentrum vorbei an den ehemaligen Bauernsiedlungen zu Fuß nur ca. 15 Minuten. Gerade Romantiker sollten sich die Aussicht über Split, die Bucht und die nahen Gebirgskämme Kozjak und Mosar nicht entgehen lassen.

Markt von St. Dominik

"Fische - frische Fische" würde man in Deutschland rufen und auch in Kroatien geht es auf dem Fischmarkt am Seetor des Diokletianpalastes kein bisschen leise zu. Jeden Tag werden hier Meerestiere, Agrarprodukte, Schnaps und Touristennippes angeboten zu günstigen Preisen verkauft.

Wer sich etwas mit den Händlern unterhält bekommt nicht selten gratis ein Stück Obst oder Gemüse zum Kosten geschenkt. Nehmen Sie es ruhig an - es verpflichtet Sie ja nicht zum Kauf.